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Heimatmuseum Lette neu eröffnet

„Vom Messi zum Minimalisten“

Heimatmuseum Lette neu eröffnet

Aus dem „Messi“ ist ein Minimalist geworden: Mit diesem augenzwinkernden Bild beschrieb Heinz-Herbert Gausepohl von der Museumsgruppe bei der Eröffnung des neu gestalteten Heimatmuseums den grundlegenden Wandel. Zwei Jahre lang haben zahlreiche Ehrenamtliche am Umbau und an der Neukonzeption des Heimatmuseums gearbeitet. Am 13.09.2026 konnten sie das Ergebnis vor gut 100 geladenen Gästen präsentieren.

Am Anfang stand die Frage, wie aus den über Jahrzehnte gewachsenen Sammlungen ein zeitgemäßes und attraktives Museum entstehen kann. Dr. Heiner Kleinschneider erinnerte in seiner Begrüßung an die zahlreichen Herausforderungen. Zunächst habe ein stimmiges Konzept entwickelt und die Finanzierung gesichert werden müssen. „Und dann ging es an’s Eingemachte“, sagte er.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Aus den umfangreichen Beständen ist ein modernes, themenzentriertes und digitalisiertes Heimatmuseum entstanden. Weniger Masse, dafür eine klarere Auswahl und Präsentation sollen den Besuchern den Zugang zur Letteraner Geschichte erleichtern.

„Allerhöchste Anerkennung“ zollte Bürgermeisterin Eliza Diekmann-Cloppenburg den Verantwortlichen. Die Konzeption sei „unglaublich zeitgemäß, egal ob für Jung oder Alt“. Auch Bezirksausschuss-Vorsitzender Bernhard Kestermann würdigte das Engagement der Ehrenamtlichen. Mit „Optimismus und bodenständiger Beharrlichkeit“ sei ein Museum geschaffen worden, das auch überregional zukunftsweisend sei.

Cold Cases und Zeitungsarchiv

Für die professionelle Museumskonzeption und -gestaltung zeichneten Dr. Anna Lammers und Rebecca Schmücker verantwortlich. Dr. Lammers erläuterte den Aufbau der Ausstellung bis 2026. Auch für Kinder gäbe es einiges zu entdecken. Neben Handwerk, Hauswirtschaft, Landwirtschaft das Thema Schule. „Denn dieses Haus war früher ein Schulgebäude.“ Die Objekte mit ihren Gebrauchsspuren zeigten, dass sie uns überdauern. „Sie geben uns Heimat und Identität.“ Dr. Schmücker: „Eine Ausstellung ist nie fertig. Einige Cold Cases warten noch auf die Lösung ihrer Geheimnisse.“

Doch nicht nur die Ausstellung wurde neu gedacht. Das Haus bietet künftig auch Platz für ein modernes Archiv, wie Vereinsarchivar Martin Potthoff erläuterte. „Das gut geführte, umfangreiche Zeitungsarchiv von Josef Saalmann gehört zum Kern unseres Archives. Es kann nun Platz im Heimatarchiv finden.“

Wolfgang Kraska stellte zudem die enge Verbindung zum Denkmal Barackenlager Lette e. V. heraus, das mit der Dauerausstellung „Spuren der Vertreibung“ ebenfalls im Heimatmuseum einen Themenbereich hat. Es bewahrt die Geschichte des besterhaltenen historischen Barackenlagers für Vertriebene in Nordrhein-Westfalen.

  • Nach der offiziellen Eröffnung steht das neue Heimatmuseum nun allen Interessenten jeden Sonntag von 14 – 17 Uhr oder bei vereinbarten Führungen offen.
  • Beim Kartoffelmarkt am Sonntag, 20. September (11 – 18 Uhr), können Besucher erstmals die neugestalteten Räume und die neue Ausstellung kennenlernen.

 

Text und Fotos: Rita Kleinschneider

Das Heimatmuseum in Lette ist für die Zukunft gerüstet. Die Unterstützer und Ehrenamtlichen (vorn im Bild) erhielten viel Lob für die gelungene Konzeption und Präsentation der Exponate.
Eröffnung durch Dr. Heiner Kleinschneider
Missionskreuz
Rebecca Schmücker u. Dr. Anna Lammers_Museumskonzeption